Nachdem die Band (damals noch unter dem Namen Shitshifter) mit ihren bisherigen beiden Alben die Grenzen räudigen Geprügels ausgereizt hat, ist HVRT seit 2020 – mit mittlerweile zwei Gitarristen auf Quartettgröße angewachsen – härter, schneller, melodiöser aber auch zäher und düsterer als je zuvor. Die Band verlegt auf dem im gleichen Jahr erschienenen, komplett live eingespielten Album „The Grief That Feeds The Night“ ein ultra-fettes HM-2-Gitarren-Brett, wobei die Westfalen die Grenzen des mit diesem Sound harmonisch Machbaren maximal ausgereizt haben. Wer Dismember und Entombed liebt, bei Trap Them oder Rotten Sound ein Grinsen im Gesicht hat, die letzte Nidingr-Platte (völlig zu recht!) feiert, Vallenfyre für die besseren Paradise Lost hält und God Seed oder Mayhem auch mal in Dauerschleife hört, ist hier genau richtig.